Allgemein:
Zuhörer waren nur Herr Ziemer von
den Unabhängigen und zeitweise eine ältere Dame zum Problem Regenwasser in ihrer Straße.
Wieder ein Beispiel von seit Jahren
gewachsenem Desinteresse an kommunaler Politik. Der Bürgermeister
hat wie immer die GV als seine Spielwiese genutzt. Von der Mehrzahl
der Gemeindevertreter kam nichts zu wichtigen Sachthemen.
Nun zu Themen:
Zu erwarten war, dass das
Bauvorhaben Kita – Eiche nicht wie der Bürgermeister vollmundig
angekündigt hatte, planmäßig abgeschlossen wird. Nein, die
Betriebserlaubnis kann erst mit der Fertigstellung in 4 Wochen
erteilt werden.
Die unerwartet hohen Temperaturen
hätten Anteil daran, war der Kommentar von Herrn Schwarz im
Bauausschuss dazu.
Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke
Ahrensfelde – Werneuchen wurden termingerecht abgeschlossen. Wie
haben die Bauarbeiter das bei der Hitze bloß geschafft? Ihnen sei
dafür gedankt. Bei der Eröffnung der Strecke war die Ministerin
anwesend. Erst diese musste die auch anwesenden Bürgermeister von
Ahrensfelde und Werneuchen auf die notwendige und seit Jahren nicht
praktizierte Kooperation aufmerksam machen und diese einfordern.
Leider sind hier Möglichkeiten effektiver Zusammenarbeit und
Abstimmungen, auch mit Panketal sowohl vom Bürgermeister, als auch
von der Gemeindevertretung vertan worden.
Die Gemeinde ist jetzt dabei mit dem
Investor BONAVA zum Gemeindegrundstück (6,4ha) Kirschenallee den
Kaufvertrag abzuschließen. Meine Kritik sowohl zum Verkaufspreis von
62 € pro m², als auch zum
Bauvorhaben auf dieser Fläche habe ich öffentlich und im Blog
mehrfach geäußert. Für mich ist das ein Fall für den Bund der
Steuerzahler und der Kommunalaufsicht des Landes.
Die Verhandlungen mit der Kirche um
den Bau einer Kita (Art?) auf deren Fläche ( Kirschenallee ) sind
nach Aussage des Bürgermeisters positiv angelaufen. Kosten kämen
allerdings auf die Gemeinde zu?
Schon im Bauausschuss hat der
Bürgermeister informiert, dass gegen den Bebauungsplan Lindenberg
Süd eine Normenkontrollklage eines anliegenden Gewerbetreibenden
läuft.
Zum Schuljahresbeginn kam vom
Bürgermeister nur die Fünfzügigkeit der neuen ersten Klassen. Die
Überbelegung, da die Schule nur für die Vierzügigkeit gebaut wurde
und 700 Schülerinnen und Schüler derzeit umfasst. Ein Wahnsinn sage
ich und das Ergebnis einer total Schulfehlplanung! Auch dazu habe ich
schon im Blog und auch öffentlich meine Meinung gesagt. Das wird in
den nächsten 2 Schuljahren noch katastrophaler für Schüler und
Lehrkräfte, weil die Grundschülerzahlen noch steigen werden. Alle
Schüler sind dann in Blumberg nicht mehr unter zu bringen. Geplant
ist die Fertigstellung der neuen Schule in Lindenberg erst für
2021/22.
5 Tagesmütter haben wir in der Gemeinde. Darüber und über die nach Meinung der Tagesmütter unzureichende Unterstützung durch die Gemeinde habe ich im Blog berichtet.
Nun wurde die Verwaltung offensichtlich durch die Kapazitätsprobleme in den Kitas veranlasst, auf die Tagesmütter zuzugehen und hat ein Gesprächstermin angeboten. Das Gespräch kam zustande, wie die MOZ berichtete; der MOZ nach allerdings ohne Ergebnisse.
Dieser kritische MOZ-Artikel ist dem Bürgermeister seiner Info in der Gemeindevertretersitzung nach, wohl "mächtig aufgestoßen".
Das was dort angeführt wird, gibt den Inhalt des Gesprächs seiner Meinung nach nicht richtig wieder. Ein nächstes Gespräch wäre für September/Oktober vorgesehen. Auf Gesprächsinhalte ist der Bürgermeister nicht eingegangen. Nur dahingehend, dass die Zusammenarbeit und beispielsweise finanzielle Unterstützung keine Pflichtaufgabe der Gemeinde wäre, zumal ja auch eine Tagesmutter ausschließlich Berliner Kinder betreut.
Ich meine hier sollte der Bürgermeister mal nach Panketal und Bernau schauen, da praktiziert man die Zusammenarbeit mit den Tagesmüttern wesentlich angebrachter.
Hier sei nachträglich noch ergänzt:
Die finanzielle Unterstützung der Tagesmütter sei keine Pflichtaufgabe, so Gehrke!
Die finanzielle Unterstützung des privaten Schülertransports in Höhe von 29.000€ in das private Gymnasium nach Grünheide war auch keine Pflichtaufgabe, trotzdem ist sie auf Wunsch des Bürgermeisters von der Mehrheit in der Gemeindevertretung beschlossen worden.
Nur soviel zur Gleichbehandlung und objektivem Handeln!
Zu den Sachthemen über- und
außerplanmäßige Aufwendungen und Ausgaben 2017,
Abwägungsbeschlüsse nach Offenlage zu den Sportplätzen Ahrensfelde
und Blumberg , Vergabe von Planungsleistungen für den Bau der neuen
Grundschule ist die Gemeindevertretung ohne jegliche Debatte den
Vorschlägen der Verwaltung gefolgt.
Dem Abwägungsbeschluss zu den
Ergebnissen der Offenlage Sportplatz Ahrensfelde habe ich nicht
zugestimmt. Warum? Der Lärmschutz; darauf gehe ich in einem weiteren
Beitrag ein.
Nun zur Vergabe der
Planungsleistungen Neubau Schule. Meine Bedenken dazu, habe ich im
Vorfeld hier im Blog (Beitrag vom 14.8.18) geäußert. So wie ich es erwartet
habe, ist es gekommen. Der von der Verwaltung favorisierte Bieter
(eine Bietergemeinschaft von 4 Beteiligten aus dem Barnim), der
meiner Meinung nach bei weitem im Schulbau nicht die Erfahrung
anderer Bieter aufzuweisen hat, hat den Zuschlag bekommen. Die
namentliche Nennung wird im nächsten Amtsblatt sicher erfolgen.
Vielleicht interessiert sich die Architektenkammer für das Procedere der Vergabe.
Meine Bedenken, ob oder nicht die
Behandlung der Vergabe im nichtöffentlichen Teil, konnte die
Kommunalaufsicht entkräften. Meine Nachfrage dort, hat der
Bürgermeister als Störung des Verfahrens wohl empfunden. Man sollte
doch solche Bedenken im Innenverhältnis klären, riet er. Ich darf
allerdings darauf verweisen, dass genau der Bürgermeister zu Beginn
der Wahlperiode den Ahrensfelder Unabhängigen jegliche
Zusammenarbeit verweigert hat. Nicht zuletzt war er später
maßgeblich an der Änderung der Geschäftsordnung zu unserem
Nachteil beteiligt.
Ich wiederhole: Die Ahrensfelder Schulplanung darf nicht 2021/22 enden. Bis 2030 braucht Ahrensfelde eine weitere dreizügige Grundschule. Die neue Oberschule in Blumberg wird wachsen und die jetzige Grundschule dort verdrängen. Hier gilt es in Vorausschau ein entsprechendes Grundstück möglichst im Zentrum der Gemeinde zu sichern.