Dienstag, 5. November 2013

Hier die Fortsetzung: Mehrow steht ein Ortsbeirat zu



Von vornherein war klar ersichtlich, dass dem Bürgermeister der Antrag der FWG auf Einrichtung auch eines Ortsbeirates in Mehrow nicht schmeckte.
Denn genau er gehörte 2004 zu denen, die mit der Wahl eines nur Ortsvorstehers im Juni 2004 auf Wunsch von Herrn Lüdtke den Ortsbeirat für Mehrow verhindert haben. Lüdtke hatte bekanntlich ein Problem mit den politischen Auseinandersetzungen in der ehemaligen GV Mehrow.

Genauso dieses Ziel, den Ortsbeirat Mehrow 2008 wieder zu verhindern, verfolgte Gehrke weiter, indem er maßgeblich darauf hingearbeitet hat, in die neue Hauptsatzung nur den Ortsvorsteher für Mehrow aufzunehmen. Was ihm auch gelungen ist.

Hinzu kam für ihn seit 2011, dass plötzlich außerparlamentarisch durch Mehrow 21 Gehrkes Arbeit kontrolliert und öffentlich kritisch bewertet wurde. Ähnlich die Situation in Mehrow. Auch hier sah sich die Ortsvorsteherin seit 2011durch Mehrow 21 in ihrem Wirken als Ortsvorsteherin erstmalig kontrolliert und kritisiert.

Da beiden nun die Angst um geht, es könnte bei der nächsten Wahl im Mai 2014 die außerparlamentarische Opposition beispielsweise von Mehrow 21 durch einen Ortsbeirat in Mehrow legitimiert werden, lehnen infolge dessen beide den Antrag der FWG ab!

Nun, wie bekommt man für die Ablehnung des FWG-Antrags die Gemeindevertretung ins Boot, mag sich Gehrke gefragt haben?

Da Gehrke um den Wissensstand (?) der GV in dieser Angelegenheit weiß, setzt er in der Diskussion in der GV-Sitzung im Juni auf Manipulation der Tatsachen. Er verschweigt die Geschehnisse um die Wahl im Oktober 2003 und die Entwicklung in der amtsfreien Gemeinde danach. Er bezieht sich lediglich auf den Vorgang der freiwilligen Eingliederung  Mehrows in Ahrensfelde im noch bestehenden Amt Ahrensfelde. Und nur  hier stand die Frage, wie soll Mehrow  dort vertreten sein? Diese Frage war allerdings nie Gegenstand des Bürgerentscheids, wie Gehrke behauptet.

Hier die Niederschrift aus den Ratsinfos zur Juni-Sitzung 2013 (Auszug):
Herr Gehrke sagt, dass er anhand alter Unterlagen (Niederschriften etc.) sich  über die damalige Entwicklung von Mehrow informiert hat. So wurde ein Jahr lang über die Fusion von Mehrow mit Ahrensfelde gesprochen und am 06.09.2001 der Vertrag zur Eingliederung einstimmig beschlossen. Im Eingliederungsvertrag wurde geregelt, dass Mehrow durch einen Ortsbürgermeister vertreten werden soll. Beide Kommunen erhielten damals Geld für den freiwilligen Zusammenschluss. Herr Gehrke informiert weiter, dass es in Mehrow hinsichtlich der Entscheidung zur Gemeindegebietsreform einen Bürgerentscheid gab. Von 381 Wahlberechtigten haben 194 abgestimmt (50 %) – davon 178 Ja-Stimmen und 16 Nein-Stimmen. Herr Gehrke stellt den Abgeordneten die Frage, was wollen wir jetzt? Es ist seiner Meinung nach nicht erkennbar, dass die Bevölkerung von Mehrow eine Änderung des jetzigen Standes wünscht. Außerdem ist eine Bürgerbefragung nicht rechtsverbindlich. Herr Gehrke sieht einer möglichen Befragung skeptisch entgegen.“

Damit hat Gehrke die Gemeindevertreter  getäuscht und letztlich mit Halbwahrheiten Erfolg gehabt. Im Übrigen sind in keinem Ortsteil der Gemeinde Ahrensfelde jemals die Bürger gefragt worden, ob sie einen Ortsbeirat haben wollen! Das hat allein immer die Gemeindevertretung bestimmt.

Für mich ist ein Bürgermeister, der so im Amt agiert und dem inzwischen jedes Maß an Objektivität fehlt, wie sich auch bei der Erstellung des FNP gezeigt hat, untragbar. Es wird für ihn Zeit, die Konsequenzen daraus zu ziehen!

Kein Ortsbeirat für Mehrow hat zur Folge, dass in der nächsten Wahlperiode womöglich der neue Ortsvorsteher wie gegenwärtig im Zusammenspiel mit Gehrke einen undemokratischen „Regierungsstil“  ohne Einbeziehung aller Einwohner und ohne jegliche Kontrolle realisiert!
Das sollte auf jeden Fall noch durch die jetzige GV und vor der Wahl im Mai nächsten Jahres verhindert werden!

Demnächst Anmerkungen zur gestrigen Hauptausschusssitzung (4.11.2013).

Montag, 4. November 2013

10 Jahre Ahrensfelde: Mehrow steht ein Ortsbeirat zu



Seit 2000 signalisiert der Landtag eine Gemeindegebietsreform per Gesetz zur realisieren.
Das Land bietet den Gemeinden gleichzeitig an, im Vorfeld einen freiwilligen Zusammenschluss von Gemeinden zu honorieren. Die Mehrower (Bürgerentscheid) und die Mehrower Gemeindevertretung ergreifen die Gelegenheit beim Schopfe und sprechen sich für die freiwillige Fusion mit der Amtsgemeinde Ahrensfelde aus. 

In der September-Sitzung 2001 der Gemeindevertretung der Amtsgemeinde Mehrow  wird der Entwurf eines Fusionsvertrages verabschiedet, der die Eingliederung Mehrows in die Amtsgemeinde Ahrensfelde bis spätestens März 2002 vorsieht. Zu der diesem Fusionsvertrag vorangegangenen Diskussion der GV um einen Ortsbeirat oder nur Ortsbürgermeister im neuen Ortsteil Mehrow der noch Amtsgemeinde Ahrensfelde artikuliert sich der Ortschronist in mehrow.de wie folgt:
„Ich persönlich finde das schade, da ich keinen sehe, der in der Lage sein wird, einerseits engagiert in der gemeinsamen Gemeindevertretung mitzuarbeiten und sich andererseits um die Belange vor Ort zu kümmern und die glücklicherweise nicht völlig eingeschlafenen Aktivitäten zu koordinieren. Der künftige Ortsbürgermeister allein wird dazu kaum in der Lage sein. Zwei engagierte Mitstreiter als Gemeindebeirat, die sich sicher auch finden würden, wären da bestimmt hilfreich. Auch wenn momentan nach nur wenigen Minuten Diskussion keine Notwendigkeit dafür gesehen wird, sollte man sich doch wenigstens die Option eines Gemeindebeirates im Fusionsvertrag sichern ...“
Die Mehrower GV hält schließlich für den in die neu geschaffene Amtsgemeinde Ahrensfelde eingemeindeten ehemaligen Ortsteil Mehrow einen Ortsbürgermeister für ausreichend.

Im Oktober 2001 wird aus  dem Fusionsvertrag ein Gebietsänderungsvertrag, der die Eingliederung der Amtsgemeinde Mehrow mit Wirkung vom Tag der Wahlen (26.10.2003) festschreibt. Die Mehrower Gemeindevertretung konnte also weiter tagen. Die letzte Sitzung fand am 02.10.2003 statt.

Im Mai 2002 wurde der Vertrag zur Eingliederung geändert. Erst daraufhin genehmigte das Ministerium mit Bescheid vom Juni 2002 die Eingliederung Mehrows in Ahrensfelde. Für diese freiwillige Eingliederung erhielt die Gemeinde Ahrensfelde ca. 200.000€.

Im März 2003 gab es dann den Landtagsbeschluss zur Gemeindegebietsreform für den Landkreis Barnim, die am Tag der Kommunalwahl (26.10.2003) in Kraft tritt.

Mit den Wahlen vom 26.10.2003 galt das Amt Ahrensfeldeals aufgelöst. Es etablierte sich die amtsfreie Gemeinde Ahrensfelde-Blumberg mit den Ortsteilen Ahrensfelde, Blumberg, Eiche und Lindenberg.

Bei den Wahlen am 26.10.2003 traten für den Ortsbeirat des Ortsteils Ahrensfelde aus der Mehrower Initiative Herr Lüdtke, Herr Rahlf und Frau Ellsel an. Gewählt wurde für den Ortsbeirat des Ortsteils Ahrensfelde Herr Rahlf. In die Gemeindevertretung der nun amtfreien Gemeinde  Ahrensfelde-Blumberg wurde Dr. Jakobs gewählt.

Im Januar 2004 beschließt dann die neue GV in ihrer Hauptsatzung die Rückkehr zu den fünf Ortsteilen. Mehrow wird also wieder eigenständiger Ortsteil der amtsfreien Gemeinde Ahrensfelde-Blumberg.

Auf die Hauptsatzung (letzter Paragraph) eingehend, schreibt im Januar 2003 der Ortschronist in mehrow.de:
Momentan hat Mehrow noch keinen eigenen Ortsbeirat, sondern wird durch den Ortsbeirat der Gemeinde Ahrensfelde vertreten - mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 haben wir uns ja "freiwillig" der Gemeinde Ahrensfelde angeschlossen, die aber am gleichen Tag in die neu geschaffene Gemeinde "Ahrensfelde-Blumberg" eingeflossen ist. Nun gibt es durch den o.g. Beschluß der Gemindevertretung eine neue Situation, welche einen eigenen Ortsbeirat ermöglicht - die Mehrower müssen also alsbald nochmal an die Wahlurnen treten ...“

Im Mai 2004 beschließt die GV die Rückbenennung. Aus Ahrensfelde-Blumberg wird nun wieder Ahrensfelde.

Statt wie den in der Hauptsatzung vorgesehenen  Ortsbeirat, darf Mehrow plötzlich am 13.06.2004 nur den Ortsvorsteher wählen. Einziger Bewerber war der bei der Ortsbeiratswahl im Oktober 2003 durchgefallene Arno Lüdtke. An der Wahl beteiligten sich von den 426 Wahlberechtigten Mehrowern 166, also nur 39%!

So, wie passt das nun mit der Argumentation des Bürgermeisters in der GV im Juni 2013 um den Antrag der FWG auf die Einrichtung eines Ortsbeirates auch in Mehrow zusammen?
Überhaupt nicht!

Fortsetzung folgt!

Samstag, 2. November 2013

Mehrower Kinderrunde und Halloween: Süßes oder Saures!



Am 19.10.20013 gab es wieder in Mehrow die auch außerorts beliebte Kinderrunde im Gemeindezentrum. Diesmal unter dem Motto „Bunte Herbstträume“. Unsere Enkel gehörten zu den Teilnehmern. Als es nach der Veranstaltung bei uns klingelte, stand unsere Frida mit einem wahren Kunstwerk vor der Tür. „Hier Opa, dass schenk ich euch. Habe ich selbst gebastelt. Bringe es so an, dass ihr es auch jeden Tag seht.“ Genau das habe ich gemacht. Heute hängt das Kunstwerk einer Fünfjährigen bei uns im Flur! Man kann schon stolz darauf sein, was so die Kleinen schon zustande bringen (siehe auch mehrow.de). Dank den Initiatoren der Kinderrunde!























Mehrow 21 hatte sich ja im Frühjahr 2011 über einen Antrag an die Gemeindevertretung zur Bereitstellung von wenigen Finanzmitteln zur Beschaffung von Nistkästen im Rohzustand gewandt, um diese dann in der Kinderrunde individuell zu gestalten und danach anbringen zu lassen. Leider ist der Antrag hintertrieben und abgelehnt worden! Vielleicht kann der Gedanke neu aufgegriffen und in der Kinderrunde im Frühjahr 2014 verwirklicht werden. Mehrow 21 hilft gern.
Es muss sich das auch nicht wiederholen, was mit dem Vorschlag zur aktiven Teilnahme von Mehrow 21 am Dorffest 2013 auf Betreiben der Ortsvorsteherin geschehen ist.

Ja nun zu Halloween. Nach der begeistert angenommenen letzten Halloween-Party im Gemeindezentrum verwundert es schon, dass dergleichen in diesem Jahr ausgefallen ist. Stille rings um das Gemeindezentrum! Weshalb die Veranstalter nicht aktiv geworden sind, entzieht sich meiner Kenntnis! Gerüchte sind da allerdings schon wieder im Umlauf!

Freitag, 1. November 2013

Am Montag den 04.11.13 tagt der Hauptausschuss



Auf der Tagesordnung im öffentlichen Teil steht der Mehrower Dorfteich:

Die Hauptausschussmitglieder sollen nach Vorlage des Bürgermeisters den Beschluss – Auftragserweiterung Sedimentabtransport Dorfteich Mehrow fassen.
Vergeblich sucht man in der Ratsinformation nach der Sitzungsvorlage für die Gemeindevertreter! Das ist unüblich! Weshalb wohl?

Anmerkung: Wer die Arbeiten hier am Dorfteich verfolgt hat, für den war vorauszusehen, dass die Planungen der Verwaltung das Papier nicht wert sind und Nachschlag auf Nachschlag erfolgen wird. Ausgegangen ist die Verwaltung von 400.000€, nach der Planungsvorlage waren es dann 500.000€ und voraussichtlich werden es dann ??€. Wir werden hören, was die Sitzung bringt. Fragen ist   hier verboten, denn auch die Bürgerfragestunde ist gestrichen!